Landkreis Aschaffenburg: Umweltschutz durch Abfallvermeidung

Flächenmäßig ist Bayern das größte Bundesland Deutschlands und das kleine Dorf Großwelzheim bildet den westlichsten Punkt an der Grenze zu Hessen. Erste urkundliche Erwähnungen gehen auf das frühe Mittelalter zurück, in der die unterfränkische Provinz zu einem Siedlungsraum wurde. Zusammen mit 31 weiteren Gemeinden gehört das Gebiet seit Anfang der 1970er Jahre zum Landkreis Aschaffenburg. Mehr als 170.000 Menschen leben hier und machen Aschaffenburg zum bevölkerungsreichsten Landkreis in Unterfranken. Auf politischer Ebene nehmen die Themenbereiche Umwelt- und Naturschutz eine übergeordnete Rolle ein. Im Fokus der Bestrebungen steht vor allem die Frage, wie sich Abfälle vermeiden lassen und hier hat sich der Landkreis etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Wiederverwertung statt Müllverbrennung

Im Landkreis Aschaffenburg gibt es weder eine Müllverbrennungsanlage, noch eine Deponie. Alle Stoffe, die nicht weiter- oder wiederverwertet werden können, landen in Entsorgungseinrichtungen der umliegenden Kreise Schweinfurt und Miltenberg. Um diese Mengen nachhaltig zu reduzieren, hat der Landkreis einen Masterplan verabschiedet. Dieser sieht vor, dass möglichst alle Stoffe auf ihre Wiederverwertbarkeit geprüft werden sollen. Das nimmt insbesondere alle Entsorger im Landkreis in die Pflicht und auch auf den Wertstoffhöfen liegt ein besonderes Augenmerk auf der fachgerechten Mülltrennung. Diverse Informationsbroschüren machen auf das Thema aufmerksam und zielen ebenso auf die Haushalte ab, damit bestimmte Güter gar nicht erst im Müll landen.

Neues Leben für alte Baustoffe

Im gesamten Einzugsgebiet stehen sehr alte und somit schützenswerte Gebäude. Viele Bauteile müssen aber mit den Jahren erneuert werden und auch aktuelle Gesetzgebungen fordern energetische Nachbesserungen. Der Investitionsbedarf ist hoch und mit ihm steigen zugleich die Abfallmengen. Das hat auch der Landkreis Aschaffenburg erkannt und daraufhin eine kostenlose Tauschbörse für Baustoffe ins Leben gerufen. Mit dieser sollen ausrangierte Fenster, Türen, Ziegel- und Pflastersteine, Fliesen oder auch alte Trägerbalken einem neuen Zweck zugeführt werden. Diese können zur Nachbesserung des alten Bestandes oder zur Umsetzung kreativer Gestaltungen dienen und werden auf diesem Wege gezielt aus dem Entsorgungsverkehr gezogen. Den Service gibt es auch für ausrangiertes Mobiliar und andere Gegenstände, die nicht über den Hausmüll entsorgt werden sollen.

Agenda 21: Das Umweltleitbild im Landkreis Aschaffenburg

Im 699,15 Quadratkilometer großen Landkreis Aschaffenburg sind unter dem Titel "Agenda 21" die Ziele für einen nachhaltigen Umwelt- und Naturschutz definiert. Das umfassende Werk bildet zugleich das Leitbild, das mit einer engen Heimatverbundenheit alle Einwohner dazu motivieren soll, aktiv an der Zielerreichung mitzuwirken. Neben der Abfallentsorgung gelten weitere Bestrebungen dem Trinkwasser- und Gewässerschutz. Im bayrischen Landesvergleich ist die Bevölkerungsdichte in Bezug auf die Landkreisfläche verhältnismäßig klein. So gilt es auch, Siedlungsbereiche vor Überbauung und weiterer Ausdehnung zu schützen. Entsprechend ist die Zahl an Schutzgebieten in den letzten Jahren gestiegen. Dazu zählen 13 ausgewiesene Naturschutzgebiete, 36 Geotope, sieben Landschaftsschutzgebiete und sechs Gebiete, die die FFH-Richtlinien der Europäischen Union erfüllen. Mit dem Umweltpreis werden regelmäßig Kommunen, Unternehmen und Organisationen ausgezeichnet, die sich mit ihren Projekten zugunsten der Umwelt verdient gemacht haben. Darüber hinaus wirkt der Landkreis auch bei der Bayrischen Klimaallianz mit, deren Ziele insbesondere in der Energieeinsparung liegen. Mit Investitionen in das Nahverkehrsnetz soll zudem ein Umstieg auf den ÖPNV schmackhaft gemacht werden.

Ehrgeizige Pläne zeigen Wirkung

Die umfassenden und ehrgeizigen Vorhaben der Agenda 21 zeigen bereits erste Erfolge, die alle fünf Jahre im Umweltbericht des Landkreises veröffentlicht werden. Dabei ist anzumerken, dass die Müllmengen zwischen 2008 und 2012 trotz stärkeren Informationsflusses leicht gestiegen sind. Jedoch liegt der Landkreis mit einem jährlichen Müllaufkommen von rund 350 kg pro Kopf deutlich unter Landesniveau

Entsorgungsdienstleister kümmert sich um fachgerechte Entsorgung und umweltverträgliche Wiederverwertung

Der Umwelt zuliebe ist eine Containerbestellung oftmals die ökologisch sinnvollste Lösung. Größere Mengen Bauschutt, Grünschnitt und Sperrmüll lassen sich bequem abtransportieren und der Entsorgungsdienstleister kümmert sich zudem um die fachgerechte Entsorgung und Wiederverwertung aller anfallenden Abfallmengen. Den Kontakt zum regionalen Partner gibt es hier.

Entsorgungsgebiete  im Landkreis Aschaffenburg

Städte und Gemeinden im Landkreis Aschaffenburg
Alzenau, Großostheim, Hösbach, Goldbach, Mömbris, Karlstein, Kahl, Kleinostheim, Haibach, Stockstadt, Mainaschaff, Blankenbach, Schöllkrippen, Sommerkahl, Westerngrund, Geiselbach, Kleinkahl, Krombach, Wiesen, Laufach, Weiberhof, Bessenbach, Waldaschaff, Rothenbuch, Hundsrück, Glattbach, Johannesberg, Heigenbrücken, Heinrichsthal, Heimbuchenthal, Dammbach, Höllhammer, Mespelbrunn, Sailauf, Weibersbrunn, Erlenfurt, Lichtenau

Postleitzahlen im Landkreis Aschaffenburg

63755, 63762, 63768, 63773, 63776, 63791, 63796, 63801, 63808, 63811, 63814, 63825, 63826, 63828, 63829, 63831, 63846, 63856, 63857, 63860, 63863, 63864, 63867, 63869, 63871, 63872, 63874, 63875, 63877, 63879, 97840

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Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Aschaffenburg verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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