Landkreis Northeim will weniger Müll produzieren

Der 1.267,08 Quadratkilometer große Landkreis Northeim liegt im Süden Niedersachsens und umfasst elf Städte und Gemeinden. Entstanden ist der Kreis bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts und hat sich in Form und Größe stets verändert. Jüngste Bestrebungen sahen sogar eine Verschmelzung mit den umliegenden Landkreisen vor, um die Schuldenlast nach Landesvorschlag zu reduzieren. Doch die Pläne scheiterten am Veto einiger Politiker, so dass der Landkreis Northeim weiterhin seine Eigenständigkeit behält. Seit 2011 gehört er zur Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg und verspricht sich darüber wirtschaftliche Erfolge, um den Demographischen Wandel auszubremsen. Durch diesen sind die Einwohnerzahlen vom Jahr 2000 an um mehr als 12.000 auf rund 140.000 zurückgegangen. Mit diesem Verlauf haben sich auch die Abfallzahlen reduziert, doch das ist vielmehr auf Entscheidungen zurückzuführen, mit denen der Landkreis künftig weniger Müll produzieren möchte.

Wertstoffsammlung überholt den Hausmüll

Schon vor einigen Jahren haben sich die Verantwortlichen das Ziel gesetzt, die Rest- und Sperrmüllmengen auf ein Minimum zu reduzieren. Um die Planungen in die Tat umzusetzen, brauchte es einen engen Bürgerdialog und ein verständliches Entsorgungssystem. Das Hauptaugenmerk lag von vornherein auf dem Bereich der Abfallvermeidung, die ihren Schlüssel im Konsumverhalten hat. Durch den Verzicht auf Einwegverpackungen, Plastiktüten und Co. lässt sich jede Menge Müll vermeiden. Innerhalb der Bevölkerung kamen die Vorgaben gut an, so dass man gleich zwei Erfolge vermelden konnte: Einerseits ging das Gesamtmüllaufkommen spürbar zurück und andererseits stieg die Recyclingquote auf über 60 Prozent. Aktuellen Zahlen zufolge ist jeder Einwohner im Landkreis Northeim für 125 Kilogramm Rest- und weitere 23 Kilogramm Sperrmüll im Jahr verantwortlich. Vergleicht man diese Werte mit dem Bundesdurchschnitt, wird dieser um gut ein Viertel unterschritten. Viele der zuvor über den Restmüll abgeführten Stoffe landen heutzutage im Biomüll und in der Altpapiersammlung. Die Menge der organischen Abfälle hat zuletzt die 14.000 Tonnen-Marke überschritten und beim Altpapier kommen jährlich circa 10.000 Tonnen zusammen. Vor allem die Haushaltskassen dürften sich über die Verschiebung freuen, denn Papier- und Biomüll gewinnen zunehmend an Wert.

Landkreis Northeim hat Gefahrenstoffe stets im Blick

Dass Farben, Öle, Lacke und Elektrogeräte mitunter Gefahren für die Umwelt ausstrahlen, hat man im Landkreis Northeim früh erkannt. Regelmäßig entsendet man daher ein Schadstoffmobil, das in den Ortschaften Sonderstoffe einsammelt, die Bürger mitbringen. Dazu zählen auch Batterien und Akkus, die nicht selten in den Haushaltstonnen landen. Auch im Umgang mit Feuerwerkskörpern hat der Landkreis die Regeln verschärft. Hier geht es aber weniger um die Hinterlassenschaften, sondern vielmehr um die Gefahren beim Abbrennen. Für bestimmte Zonen gibt es Verbote für das Zünden von Raketen und Böllern, da diese ein erhöhtes Risiko für Fachwerkbauten sind.

Auch Osterfeuer stehen unter strenger Beobachtung

Schon seit Jahrhunderten gehören Osterfeuer zum Brauchtum und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. So auch im Landkreis Northeim, wo jedes Jahr etwa 100 Feuer entzündet werden. In den letzten Jahren haben sich jedoch die Auflagen zur Durchführung erhöht, so dass zum Beispiel die Tierwelt besser vor den Feuern geschützt wird. Im Landkreis Northeim gab es in der Vergangenheit aber noch ein paar andere Probleme: Hier warfen Menschen nicht nur Strauchschnitt und Holz ins Feuer, sondern brachten heimlich Autoreifen, Bausonderstoffe und sogar Wohnwagen mit ein. Daher müssen die Brennplätze ab sofort besser gegen illegale Müllabladungen gesichert werden.

Bauschutt, Sperrmüll und Grünschnitt am besten per Container entsorgen

Die umweltverträglichste Lösung, größere Mengen an Bausonderstoffen, Sperrmüll, Bodenaushub und Grünschnitt zu entsorgen, ist die Bestellung eines Containers. Mit einem solchen kann der Müll, beispielsweise aus Haushaltsauflösungen oder Sanierungsarbeiten, direkt vor Ort entsorgt werden und bereitet keine weiteren Umstände. Bestellungen nimmt der regionale Partner unter dem nachstehenden Kontakt entgegen und hilft bei Fragen rund um die Abfallentsorgung weiter.

Entsorgungsgebiete im Landkreis Northeim

Northeim, Uslar, Nörten-Hardenberg, Hardegsen, Moringen, Katlenburg-Lindau, Bodenfelde, Bad Gandersheim, Dassel, Kalefeld

Postleitzahlen im Landkreis Northeim

37154, 37170, 37176, 37181, 37186, 37191, 37194, 37581, 37586, 37589

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Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Northeim verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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