Landkreis Vechta: Künftig mehr Wahlfreiheit bei der Entsorgung von Kunststoffen

Der 812,63 Quadratkilometer große Landkreis Vechta liegt im südlichen Bereich des Oldenburger Münsterlandes. Insgesamt zählen zehn Städte und Gemeinden zum Einzugsgebiet, das zwischen Bremen, Oldenburg und Osnabrück verortet ist. Im Wirtschaftsranking belegt der Landkreis Vechta einen guten Platz und gehört zu den fortschrittlichsten Regionen in Norddeutschland. Unternehmen aus dem Anlage- und Maschinenbau sowie der Ernährungsindustrie und der Kunststoffherstellung sind die treibenden Wirtschaftskräfte und bieten vielen Menschen einen zukunftssicheren Arbeitsplatz. Nirgendwo anders gab es zwischen 1978 und 2014 deutschlandweit ein höheres Beschäftigungswachstum, als im Landkreis Vechta. Mit diesem ist auch die Bevölkerungsdichte gestiegen und gegenwärtig leben rund 140.000 Menschen in der niedersächsischen Gebietskörperschaft. Diese dürfen sich nun über eine Novellierung der Abfallsatzung freuen, die ihnen eine Wahlfreiheit bei der Entscheidung zwischen gelben Säcken und der gelben Tonne gibt.

Entsorgung von Verpackungsmüll wird erleichtert

Das seit Jahren bewährte System der Wertstoff- bzw. Verpackungsmüllentsorgung hat sich im Landkreis Vechta schnell zum Erfolgsmodell entwickelt. Seit der Einführung sind die Restmüllmengen um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Leichtverpackungen, Konserven und weitere Kunststoffe mit dem Grünen Punkt gelangen auf diesem Wege in die Wiederverwertung. Was jedoch viele Menschen an der Mülltrennung stört, sind schlichtweg die zu verwendenden gelben Plastiksäcke. Diese müssen kurz vor der Abholung auf die Straße gestellt werden und bieten in der Menge wahrlich keinen schönen Anblick. Zuletzt haben sich die Beschwerden über die Reißfestigkeit gehäuft, denn viele Modelle neigen bei Überladung zum Platzen. Ähnlich sieht es bei der Wetterfestigkeit aus, da schon gemäßigte Böen genügen, um die gelben Säcke wild umherfliegen zu lassen. Aus diesen Gründen hat die Akzeptanz des Systems stark nachgelassen, wodurch die Recyclingquote kurzweilig zurückging. Um den Bürgern im Landkreis Vechta ein Stück weit entgegenzukommen, hat sich die Kreispolitik für mehr Entscheidungsfreiheit ausgesprochen. Haushalte haben fortan die Wahl, ob sie weiterhin gelbe Säcke für die Kunststoffentsorgung verwenden oder eine gelbe Tonne bestellen. Erstere Lösung bietet sich dabei für Haushalte an, die kein konstantes Wertstoffaufkommen haben.

Nährstoffüberschuss belastet Landwirtschaft

Bis heute unterliegen große Flächen im Landkreis Vechta einer landwirtschaftlichen Nutzung. Dabei gehört die Verwendung von Gülle und Kompost zur Routine, um möglichst hohe Erträge zu erzielen. Die Einführung des Trennsystems für Biomüll und die steigende Zahl an Biomassekraftwerken kam bei allen Landwirten zunächst einmal gut an, denn Düngemittel gab es plötzlich deutlich günstiger und vor allem in größeren Chargen. Hinterlassenschaften aus der Nutztierhaltung und tonnenschwerer Kompost haben aber ein neues Problem eröffnet: Viele Felder sind mittlerweile mit Nährstoffen überflutet. Das wiederum bringt den natürlichen Nährstoffhaushalt durcheinander, was ebenfalls Auswirkungen auf das Grundwasser und angrenzende Bachläufe und Flüsse hat. Bislang hat der Landkreis noch keine adäquate Lösung gefunden, um eine Reduzierung zu erlangen. Daher hofft man auf neue Richtlinien bei der Verwendung und sucht nach Möglichkeiten, Gär-Reste aus Biomasseanlagen und Vieh-Dung anderweitig zu entsorgen.

Landkreis kann mit Abfallaufkommen zufrieden sein

Dagegen können die Verantwortlichen mit den Zahlen beim Haushaltsmüll zufrieden sein. Jeder Einwohner produziert im Schnitt 190 Kilogramm Hausmüll im Jahr. Diese Menge setzt sich aus Sperrmüll und Restabfällen zusammen. Damit liegt der Landkreis Vechta wenige Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt. Erfreulich ist zudem das wachsende Aufkommen an wiederverwertbaren Abfällen. Die Sammlungen aus Altglas, Papier, Biomüll, Verpackungen und weiteren Wertstoffen summieren sich auf knapp 330 Kilogramm je Einwohner im Jahr.

Große Abfallmengen per Container entsorgen

Da nicht alles in die Haushaltstonnen passt, eröffnet sich bei größeren Abfallmengen die Möglichkeit, einen Container zu bestellen. So etwa bei Haushaltsauflösungen, Modernisierungsarbeiten in Haus und Garten und anderen Bauprojekten. Sperrmüll, Bauschutt und Co. holt der regionale Partner ab und stellt hierfür ein passendes Containermodell vor Ort bereit. Bestellungen und Rückfragen werden über den nachstehenden Kontakt gerne entgegengenommen.

Entsorgungsgebiete im Landkreis Vechta

Vechta, Lohne, Damme, Dinklage, Goldenstedt, Visbek, Neuenkirchen-Vörden, Steinfeld, Holdorf, Bakum

Postleitzahlen im Landkreis Vechta

49377, 49393, 49401, 49413, 49424, 49429, 49434, 49439, 49451, 49456

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Infos zu Abfällen, die Ihr Containerdienst in Vechta entsorgt.

Informationen

Abfallcontainer für Vechta bestellen

Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Vechta verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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