Essen: Über Kohle und Stahl zur grünen Hauptstadt Europas

Vor wenigen Jahren hätte wohl kaum einer damit gerechnet, dass die Ruhrgebietsstadt Essen einmal zu Europas grünster Stadt ernannt wird. Wie die gesamte Metropolregion war Essen jahrzehntelang durch Montanindustrie und qualmende Schlote der ansässigen Stahlproduzenten geprägt. Noch heute sind die Spuren davon erkennbar, doch die Großstadt setzt nun auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein, das bereits bei einer möglichst ökologischen Müllentsorgung beginnt. Bei einer Einwohnerzahl von rund 600.000 kommen in den zahlreichen Haushalten der Stadt wöchentlich gigantische Abfallzahlen zusammen. Um diese in Einklang mit der Philosophie zur grünen Hauptstadt Europas zu bringen, hat Essen jede Menge zu tun.

Essen ist fertig: Der wohl bekannteste Ruhrgebietswitz bekommt eine neue Sinnhaftigkeit

Der uralte Witz über die Worte, die Gott nach der Erschaffung des Ruhrgebiets gesagt hat, hängt wohl mittlerweile jedem Stadtbewohner aus den Ohren heraus. Gegenwärtig bekommt der Satz "Essen ist fertig" eine neue Dimension, denn hier hat man sich mit Erfolg einer wahren Herkulesaufgabe gestellt. Schon in den 1960er Jahren begann im gesamten Ruhrgebiet der Strukturwandel. Dieses Schreckgespenst ist bis heute präsent und nur wenige Kommunen haben sich rechtzeitig mit dem drohenden Abgang der Kohle- und Stahlindustrie befasst. Auch für Essen hatten die Entwicklungen harte Einschnitte zur Folge und noch heute zeugt eine Arbeitslosenquote von knapp über 12 Prozent von den Nachwirkungen. Allerdings haben die Stadtväter vergleichsweise früh erkannt, dass ein Umdenken erforderlich ist und so verstärkt auf den Dienstleistungssektor gesetzt. Die zum Teil stark verseuchten Industriebrachflächen wurden schnell zur Umnutzung freigegeben, so dass sich neue Firmen und die wiedereinkehrende Natur ansiedeln konnten. In punkto Strukturwandel im Ruhrgebiet hat die Stadt neben Dortmund eine Vorreiterrolle übernommen und ihre Hausaufgaben gemacht und so heißt es nicht umsonst: Essen ist fertig.

Stadt kämpft gegen Altlasten und für ein neues Umweltbewusstsein

Die Altlasten der Schwerindustrie machen der Stadt Essen bis heute zu schaffen. Zwar werden solche Standorte recht unbürokratisch von der Nutzung her umgewandelt, doch bedarf es zunächst einer grundlegenden Prüfung. Die Belastungen gehen zum Teil metertief in das Erdreich hinein, so dass eine Abtragung oftmals die einzige Option ist, um Umweltschäden zu vermeiden. Essen bemüht sich nunmehr auf allen Ebenen, ein nachhaltiges Umweltbewusstsein zu wecken. So auch bei Privathaushalten, für die es neben der grauen Restmülltonne eine braune Tonne für Bioabfälle, eine blaue Tonne für Papier und Pappe und eine gelbe Tonne für Wertstoffe gibt. Was die Müllproduktion pro Kopf betrifft, liegt Essen mit 461 kg im Bundesdurchschnitt (462 kg). Dabei sind die jährlich anfallenden Müllgebühren im Vergleich sehr gering. Ein Indiz dafür, dass die Stadt viel Wert auf eine ordentliche und fachgerechte Entsorgung legt, an der sich alle Bürger beteiligen. Bioabfälle werden in Essen zu Hundertprozent kompostiert oder weiterverarbeitet und nicht deponiert. Obwohl in Deutschland immer mehr Müll entsteht, ist das Gesamtaufkommen in der Ruhrgebietsstadt leicht rückgängig.

Kein Platz für illegale Müllkippen: Essen wird mit 720 Grünanlagen zum städtischen Naturparadies

Akribisch geht Essen auch gegen illegale Müllkippen vor. Solche können direkt bei der Stadt angezeigt werden und enttarnte Umweltsünder werden hart bestraft. Denn für den Titel als grüne Hauptstadt Europas musste die Stadt zwölf wichtige Kriterien erfüllt, zu denen insbesondere die nachhaltige Müllentsorgung zählt. Nach Stockholm, Hamburg, Vitoria-Gasteig, Nantes, Kopenhagen, Bristol und Ljubljana ist Essen 2017 die achte Stadt, die nun diesen ehrenwerten Titel tragen darf. Mit 720 Parks und Grünanlagen hat Essen zudem einen erstaunlichen Wechsel von einer Industrie- zu einer Naturstadt vollzogen.

Entsorgungsdienstleistungen und Containerbestellung in Essen

Im gesamten Stadtgebiet gibt es sieben Recycling-Annahmestellen. Neben den Wertstoffhöfen in den Stadtteilen Altenessen und Werden, stehen noch weitere Recyclingstationen in der Elisenstraße, Jahnstraße, Schnabelstraße, Pferdebahnstraße und Stauderstraße. Bei Sperrmüll, Bauschutt, Grünschnitt und weiteren Abfällen hilft der regionale Partner für Entsorgungsdienstleistungen und Containerbestellungen gerne weiter. Den Kontakt gibt es direkt hier.

Entsorgungsgebiete in Essen

Essen hat 9 Stadtbezirke und 50 Stadtteile

Stadtbezirke von Essen

I Stadtmitte / Frillendorf, II Rüttenscheid / Bergerhausen, III Essen-West, IV Borbeck, V Altenessen / Karnap / Vogelheim, VI Zollverein, VII Steele / Kray, VIII Essen-Ruhrhalbinsel, IX Werden / Kettwig / Bredeney

Stadtteile von Essen

Altendorf, Innenstadt, Ostviertel, Stadtkern, Südviertel, Westviertel, Südostviertel, Rüttenscheid , Bredeney, Schuir, Stadtwald, Bergerhausen, Rellinghausen, Huttrop, Frillendorf, Nordviertel, Stoppenberg, Bocholdm, Frohnhausen, Holsterhausen, Fulerum, Haarzopf, Margarethenhöhe , Kettwig, Fischlaken, Heidhausen, Stadt Velbert, Werden, Byfang , Kupferdreh, Heisingen, Steele, Überruhr-Hinsel, Überruhr-Holthausen, Freisenbruch, Horst, Burgaltendorf, Kray, Leithe, Schonnebeck, Altenessen-Nord , Altenessen-Süd, Katernberg, Karnap, Vogelheim, Bergeborbeck, Borbeck-Mitte, Dellwig, Gerschede, Bedingrade, Frintrop, Schönebeck

Postleitzahlen von Essen

45127, 45128, 45130, 45131, 45133, 45134, 45136, 45138, 45139, 45141, 45143, 45144, 45145 45147, 45149, 45219, 45239, 45257, 45259, 45276, 45277, 45279, 45289, 45307, 45309, 45326, 45327, 45329, 45355, 45356, 45357, 45359

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Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Essen verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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