Kreis Unna: Weniger Müll und große Unterschiede bei den Abfallgebühren

Durch die Umbenennung des Landkreises Hamm ist 1930 der Kreis Unna entstanden, der seine heutige Form mit der Umsetzung der Kreisgebietsreform von 1975 erhielt. Zehn Städte und Gemeinden liegen im Einzugsgebiet und beheimaten auf der 543,21 Quadratkilometer großen Fläche rund 400.000 Menschen. Der Kreis Unna ist eine wichtige Schnittstelle in Nordrhein-Westfalen und Teil von drei Regionen und Landschaftszonen. Gemeinsam mit Hamm bildet Unna das östliche Ruhrgebiet, die nördlichen Kreisbereiche gehören dem Münsterland an, während der Süden die Grenze zum Sauerland markiert. In den Hellwegbörden liegt der Höhenzug Haarstrang, der südlich die Westfälische Bucht umschließt. Ebenfalls zählt ein Teil des Ardeygebirges zum Kreisgebiet, dessen Haushalte besonders viel Müll produzieren. Doch es gibt Lichtblicke, denn das gesamte Abfallaufkommen hat in den vergangenen Jahren etwas abgenommen. Ein großes Ärgernis bereiten für viele Menschen die unterschiedlichen Müllgebühren, die teils stark voneinander abweichen. Hier verspricht der Kreis Unna Besserung, doch eine Anpassung ist bislang nicht in Sicht.

Müllreformen aus den 1990er Jahren zeigen Wirkung

Anfang der 1990er Jahre wurde im Kreis Unna flächendeckend das Trennsystem für Abfall eingeführt. Seitdem werden in den Haushalten Restmüll, Wertstoffe und Bioabfälle in gesonderte Tonnen geworfen. Bereits in der Anfangszeit führte dies zu einem starken Rückgang der zu deponierenden Abfälle. Von 192.800 gesamt erfassten Tonnen konnten 1990 lediglich 41.650 Tonnen wiederverwertet werden. 1.740 Tonnen entfielen dabei auf Biomüll. Das macht gerade einmal 0,9 Prozent aus und nur etwa 21,6 Prozent des Abfalls wurden recycelt. Fünf Jahre später lag das Gesamtmüllaufkommen bei nur noch 172.437 Tonnen, davon konnten jedoch satte 60 Prozent einer Weiterverwertung zugeführt werden. Der Anteil des Biomülls erhöhte sich in diesem Zeitraum auf circa 14,5 Prozent. Einen neuen Rekord verzeichnete der Kreis Unna 2008, allerdings in einer eher unrühmlichen Art und Weise. Nahmen die Gesamtmüllmengen zwischen 1990 und 1998 und bis zu 20.000 Tonnen im Jahr ab, erfolgte 1999 die Kehrtwende. Seitdem stiegen die Abfallberge und erreichten 2008 fast 195.000 Tonnen. Die Werte wirken besonders erstaunlich, wenn die Statistik um die Information ergänzt wird, dass die Bevölkerungszahlen während des ersten Abfallrückgangs stark gestiegen sind. 2000 erreichten sie mit 431.740 Einwohnern den Höchststand und nahmen in den Folgejahren um fast 20.000 Menschen ab. Trotz der demographischen Entwicklungen haben die Abfallmengen in der Schrumpfungsphase um ein Vielfaches zugelegt. Seitdem ist es dem Kreis Unna aber gelungen, die Zahlen in den Griff zu bekommen und das Abfallaufkommen zu reduzieren.

Müllaufkommen im Kreis Unna ist vergleichsweise hoch

Im nordrhein-westfälischen Landesvergleich hat der Kreis Unna ein sehr hohes Pro-Kopf-Aufkommen beim Hausmüll. Zwar ist man hier weit von den Werten des Spitzenreiters Bottrop (642 Kilogramm) entfernt, doch mit 538,7 Kilogramm ist die auf jeden Einwohner gerechnete Müllproduktion groß. Damit liegt der Kreis sogar über dem Bundesdurchschnitt. Den größten Anteil beim Abfall haben Rest- und Sperrmüll. Einen erfreulichen Anstieg gibt es dagegen bei der Recyclingquote. Knapp 70 Prozent aller anfallenden Abfälle können demnach wiederverwertet werden. Durchschnittlich 28.000 Tonnen Biomüll und 20.000 Tonnen Grünschnitt landen in den Kompostier- und Vergärungsanlagen und liegen damit auf einem stabilen Niveau. Im Gegensatz dazu sind die Sperrmüllmengen stark gestiegen. Innerhalb von 20 Jahren haben sich die Massen um 2000 Tonnen auf etwa 16.000 Tonnen erhöht. Grund dafür sind höhere Investitionen in den Häusern und Wohnungen, die durch die Niedrigzinsphase begünstigt werden.

Ein Container lohnt sich auch auf Privatbaustellen

Wer in Eigenregie Renovierungs- und Sanierungsarbeiten durchführt, muss sich auch um die Entsorgung von Bauschutt, Sperrmüll und Co. kümmern. Daher lohnt es sich, schon im Vorfeld einen Container in die Planungen mit aufzunehmen. Diesen stellt der regionale Partner an der Wunschadresse auf und ist gleich hier zu erreichen.

Entsorgungsgebiete im Kreis Unna

Afferde, Alstedde, Alte Heide, Altenbögge, Altendorf, Altlünen, Ardey, Bausenhagen, Beckinghausen, Bentrop, Bergkamen, Billmerich, Bönen, Bork, Brambauer, Bramey-Lenningsen, Cappenberg, Dellwig, Derne, Ergste, Flierich, Frohnhausen, Frömern, Fröndenberg, Gahmen, Geisecke, Heeren-Werve, Heil, Hemmerde, Hengsen, Hohenheide, Holzen, Holzwickede, Horstmar, Kamen, Kamen-Mitte, Kessebüren, Königsborn, Langschede, Lichtendorf, Lippholthausen, Lünen, Lünen-Süd, Lünern, Massen, Massen-Nord, Methler, Mitte, Mühlhausen, Neimen, Niederaden, Nordbögge, Nordlünen, Oberaden, Opherdicke, Ostbüren, Osterbönen, Overberge, Rottum, Rünthe, Schwerte, Selm, Siddinghausen, Stadt Hagen, Stentrop, Stockum, Strickherdicke, Südkamen, Uelzen, Unna, Villigst, Wandhofen, Warmen, Weddinghofen, Werne, Westerbönen, Westhofen, Wethmar

Postleitzahlen im Kreis Unna

44532, 44534, 44536, 58239, 58730, 59174, 59192, 59199, 59368, 59379, 59423, 59425, 59427

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Infos zu Abfällen, die Ihr Containerdienst in Unna entsorgt.

Informationen

Abfallcontainer für Unna bestellen

Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Unna verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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