Landkreis Tübingen übernimmt bei der Abfallentsorgung eine Vorbildrolle

In seiner heutigen Form existiert der baden-württembergische Landkreis Tübingen seit 1973. Auf der 519,2 Quadratkilometer großen Fläche liegen 15 Städte und Gemeinden, in denen rund 222.000 Menschen leben. Nach eigenständigen Stadtrechten ist Tübingen landesweit der kleinste Landkreis und verfügt über eine hohe politische Souveränität. Dank dieser konnten in den vergangenen Jahrzehnten wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden, zu denen auch der Naturschutz gehört. So gelten rund 2,3 Prozent der Gesamtfläche als ausgewiesene Schutzgebiete. Mehr als 80 Prozent unterliegen einer land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung. Trotz der hohen Auflagen ist es den Verantwortlichen im Landkreis gelungen, die Wirtschaftskraft zu fördern und damit eine hohe Wohlstandsquote zu erzielen. Dank dieser Entwicklungen leben heutzutage etwa 57.000 Menschen mehr im Landkreis Tübingen, als noch zu Gründungszeiten. Doch auch diesem Plus hat man mit einer präventiven Müllpolitik vorgebeugt. Anstatt rasant steigender Abfallmengen erfreut sich der Landkreis über ein sinkendes Volumen und nimmt für viele andere Regionen eine Vorbildrolle ein.

Mut zur Mülltrennung wird belohnt

Als in den 1990er Jahren die Mülltrennung nach und nach zur Pflicht wurde, hat der Landkreis Tübingen viel Geld investiert. Zum einen in die Ausstattung seiner Müllverwertungsanlagen und zum anderen in das Trennsystem an den Haushalten. Zu diesem gesellte sich auch noch eine aktive Präventionsarbeit, die nah an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtet wurde. Die Früchte dieser Saat sind gut 20 Jahre später zu sehen und schlagen sich in sämtlichen Statistiken der Republik nieder. Bei der Abfallverwertung steht der Landkreis Tübingen ganz weit vorne. Jüngsten Zahlen zufolge produziert jeder Einwohner etwa 99 Kilogramm Hausmüll im Jahr. Damit gemeint sind die Mengen aus Sperrmüll und Restabfällen, die über die Müllverbrennung beseitigt werden. Im Ranking liegt man damit auf Platz vier und teilt sich die Spitzenpositionen mit drei weiteren Landkreisen mit ähnlichen Werten. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist die Jahresproduktion an Verbrennungsabfällen um die Hälfte geringer. Der Anteil dieser Mengen beträgt 29 Prozent und damit ist schon heute das langfristige Ziel einer Recyclingquote von 70 Prozent erreicht.

Altpapierverwertung soll Restmüllmengen weiter sinken lassen

Doch der Landkreis gibt sich mit den aktuellen Zahlen noch lange nicht zufrieden und strebt eine höhere Verwertung an. Gleichermaßen wird aber auch die Müllvermeidung fokussiert, bei der die Bürger schon beim Einkaufen darauf sensibilisiert werden, weniger Abfälle zu produzieren. Mit einem Gesamtmüllaufkommen von 335 Kilogramm pro Einwohner und Jahr liegt Tübingen gut 28 Prozent unter dem Bundesmittel. Jüngst hat der Landkreis 20.000 neue Altpapiertonnen geordert, die nach und nach an den Haushalten aufgestellt werden. Ziel ist es, die Restmüllmengen noch weiter zu senken und mit dem kostbaren Recyclinggut Gewinne zu erwirtschaften. Bislang waren es vor allem Vereine, die Altpapier und Pappen auf freiwilliger Basis gesammelt haben und darüber Zuschüsse erhielten. Dieses System soll weiter bestehen bleiben, aber den steigenden Anteil an Papiermüll können die blauen Tonnen künftig besser auffangen. Vorausgegangen sind Untersuchungen, bei denen festgestellt wurde, dass sich viele Restmüllbestandteile durch die Altpapiertrennung vermeiden lassen.

Baubranche sorgt für große Abfallmengen

Die separat gelisteten Mengen an Bau- und Sonderstoffen haben in den vergangenen Jahren zugelegt. Der Bevölkerungszuwachs sorgt für erhöhte Bauaktivitäten, bei denen nicht nur Neubaugebiete entstehen, sondern auch der Altbestand aufwendig saniert wird. Bei allen Aktivitäten fallen gehörige Mengen an Bauschutt, Sperrmüll und Grünschnitt an, die nach Landesgesetzgebung nur mit hohen Auflagen entsorgt werden dürfen.

Fachgerechte Entsorgung per Container

Per Container lassen sich größere Abfallmengen in einer Tour abtransportieren und fachgerecht entsorgen. Diese Aufgabe übernimmt der regionale Partner, der zum einen den passenden Container an der Wunschadresse bereitstellt und zum anderen die Verantwortung für die gesetzeskonforme Entsorgung übernimmt. Darüber hinaus steht er beratend zu Seite und kann gleich hier kontaktiert werden.

Entsorgungsgebiete im Landkreis Tübingen

Hohenentringen, Tübingen, Rottenburg, Mössingen, Ammerbuch, Kusterdingen, Ofterdingen, Dettenhausen, Im Hengstrain, Kirchentellinsfurt, Dußlingen, Hirrlingen, Nehren, Neustetten, Starzach, Bodelshausen, Gomaringen

Stadt-/ Ortsteile im Landkreis Tübingen

Hagelloch, Hirschau, Innenstadt, Unterjesingen, Weststadt, Bühl, Derendingen, Gartenstadt, Kilchberg, Kreßbach, Lustnau, Südstadt, Weilheim, Bebenhausen, Denzenberg, Österberg, Pfrondorf, Nordstadt, Sand, Waldhäuser, Waldhäuser-Ost, Wanne, Bad Niedernau, Baisingen, Bieringen, Dettingen, Eckenweiler, Ergenzingen, Frommenhausen, Hailfingen, Hemmendorf, Kiebingen, Obernau, Oberndorf, Rottenburg, Schwalldorf, Seebronn, Weiler, Wendelsheim, Wurmlingen, Belsen, Mössingen, Öschingen, Talheim, Altingen, Breitenholz, Entringen, Pfäffingen, Poltringen, Reusten, Immenhausen, Jettenburg, Kusterdingen, Mähringen, Wankheim, Nellingsheim, Remmingsheim, Wolfenhausen, Bierlingen, Börstingen, Felldorf, Sulzau, Wachendorf, Gomaringen, Stockach

Postleitzahlen im Landkreis Tübingen

72070, 72072, 72074, 72076, 72108, 72116, 72119, 72127, 72131, 72135, 72138, 72144, 72145, 72147, 72149, 72181, 72411, 72810

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Abfallcontainer für Tübingen bestellen

Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Tübingen verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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