Restmüllmengen sind im Landkreis Reutlingen stark rückläufig

Rund 282.000 Menschen beheimatet der baden-württembergische Landkreis Reutlingen - das sind gut 40.000 mehr als noch 1987. Die Entwicklungen der letzten 30 Jahre haben den 26 kreisangehörigen Städten und Gemeinden aber auch einen verbesserten Naturschutz gebracht, da diesem bei vielen politischen Entscheidungen Priorität beigemessen wurde. So entfallen fast zwei Prozent der 1.092,74 Quadratmeter großen Fläche auf ausgewiesene Naturschutzgebiete. 42 sind es an der Zahl und diese liegen auf Teilen der Schwäbischen Alb und dem Albvorland. Was den Landkreis besonders freuen dürfte, ist die Tatsache, dass das Gesamtmüllaufkommen rückläufig ist und dabei stechen vor allem die Werte beim Restmüll hervor.

29 Prozent weniger Restmüll als in anderen Teilen Deutschlands

Aktuellen Studien zufolge liegt das Aufkommen beim Hausmüll satte 29 Prozent unter dem deutschen Durchschnittswert. 140 Kilogramm produziert jeder Landkreisbewohner davon im Jahr. Gemeint sind damit die zusammengerechneten Positionen aus Restmüll und Sperrabfällen. Gemessen am Anteil des Gesamtmülls nimmt das Volumen 33 Prozent ein. Damit fehlt nicht mehr viel um das angestrebte Ziel zur Verwertungsquote von 70 Prozent plus x zu erreichen. Bemerkenswert ist insbesondere der Zeitraum des Rückgangs. Kamen in den Jahren 2014 und 2015 jeweils etwas mehr als 14.000 Tonnen Hausmüll zusammen, waren es 2016 nur noch 10.950 Tonnen. Von 112 Kilogramm je Einwohner sank das Restmüllaufkommen auf 85 Kilogramm pro Kopf im Jahr. Warum eine solch drastische Reduzierung erfolgte ist der flächendeckenden Einführung der braunen Biotonne zu verdanken. So gilt für den Landkreis Reutlingen nicht nur der Leitsatz, Abfälle zu vermeiden, sondern auch auf eine präzise Mülltrennung zu achten. Das Gesamtmüllaufkommen beträgt gegenwärtig 427 Kilogramm, wodurch jeder einzelne Einwohner dazu beiträgt, dass die Abfallmengen im Schnitt acht Prozent unter dem Bundesmittel liegen. Einen Rückgang von 32 Prozent gab es im gleichen Zeitraum auch beim Sperrmüll. Im Vergleich mit den Vorjahren sind bei dieser Position aber schon immer starke Schwankungen verzeichnet.

Weniger Problemstoffe, dafür aber mehr Bauabfälle

Weiterhin erfreulich ist der Rückgang von sogenannten Problemstoffen. Hierzu zählen Lacke, Öle, Medikamente oder auch Batterien. Im Schnitt beträgt der jährliche Abbau etwa 20 Prozent. Ebenfalls sinken die Mengen von asbesthaltigen Abfällen. In den Jahren 2000 - 2011 waren diese Mengen enorm hoch, doch langsam zeichnet sich ein Ende ab, was wohl daran liegen mag, dass belastete Stoffe erfolgreich aus dem Verkehr gezogen worden sind. Einen Anstieg gab es dagegen bei den Bauabfällen, zu denen Bauschutt und Bodenaushub zählen. Allein im Jahr 2016 kamen fast 240.000 Tonnen zusammen, was einen Anstieg von 35 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Als Hauptgrund für die Entwicklungen ist eine erhöhte Bauaktivität zu nennen. Bedingt durch die Niedrigzinsphase und gesetzlichen Vorschriften zur energetischen Nachbesserung, hat die Anzahl an Baustellen spürbar zugenommen. In den Werten berücksichtigt sind sowohl die Abfälle von gewerblichen Baustellen, als auch die von privater Seite. Besonders in Neubaugebieten kommt eine stolze Menge Bodenaushub zusammen, der entsprechend fachgerecht entsorgt werden muss.

Abfallquote soll über neues Gebührenmodell gelingen

Damit sich die guten Zahlen beim Müll halten hat der Landkreis Reutlingen jüngst ein neues Gebührenmodell verabschiedet. Dieses sieht eine Erhöhung der Abfallgebühren beim Restmüll vor und verspricht eine Senkung der Abgaben bei der braunen Tonne. Wie das Beispiel der Bauaktivitäten zeigt, lassen sich große Abfallmengen manchmal jedoch nicht vermeiden.

Größere Mengen per Container entsorgen

So etwa bei Haushaltsauflösungen, Gartentätigkeiten oder Sanierungsarbeiten. In diesen Fällen lohnt sich die Bestellung eines Containers. Diverse Abfälle und Baustoffe lassen sich bequem und ohne großen Aufwand entsorgen. Diese Aufgabe übernimmt der regionale Partner, der die gewünschte Containergröße zur Baustelle liefert. Im Vergleich zur Entsorgung in Eigenregie spart dieses Verfahren jede Menge Arbeit und damit viel Zeit. Den Kontakt zum Entsorgungsdienstleister gibt es hier.

Entsorgungsgebiete im Landkreis Reutlingen

Pliezhausen, Walddorfhäslach, Münsingen, Hohenstein, Gomadingen, Hayingen, Mehrstetten, Pfronstetten, Metzingen, Bad Urach, Dettingen, Grabenstetten, Hülben, Riederich, Römerstein, Grafenberg, Reutlingen, Pfullingen, Eningen, Lichtenstein, Oberer Lindenhof, St. Johann, Trochtelfingen, Sonnenbühl, Wannweil, Engstingen, Zwiefalten

Postleitzahlen im Landkreis Reutlingen

72124, 72141, 72525, 72531, 72532, 72534, 72537, 72539, 72555, 72574, 72581, 72582, 72584, 72585, 72587, 72661, 72760, 72762, 72764, 72766, 72768, 72770, 72793, 72800, 72805, 72813, 72818, 72820, 72827, 72829, 88529

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Abfallcontainer für Reutlingen bestellen

Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Reutlingen verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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