Stadt Herne will Recyclingquote deutlich steigern

Mit mehr als 155.000 Einwohnern ist die Stadt Herne als Großstadt gelistet und gilt innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr als Mittelzentrum. Jahrelang prägte der Bergbau die Stadt, in der noch heute einige Fördertürme von der Historie zeugen. Geografisch gesehen ist Herne zwischen den Städten Bochum und Recklinghausen verortet und liegt auf einem südlichen Teilhang der Emscherniederung. Seit 2012 ist es amtlich, dass die Stadt die Herzkammer des Ruhrgebietes ist, denn im Herner Stadtteil Röhlinghausen ist der Mittelpunkt der Metropole verzeichnet. Diese Auszeichnung dürfte für die Menschen hier aber nur etwas Balsam auf der Seele sein, denn Herne steht vor großen Herausforderungen. Mit dem Wegfall der Kohle- und Stahlindustrie sind viele Arbeitsplätze weggefallen, was wiederum zu Lasten der Armutsquote ging. Doch die Tugenden von damals sind geblieben und schweißen die Bevölkerung zusammen. Gemeinsam möchte man nun erreichen, dass die Verwertungsquote beim Abfall schon bald stark zunimmt.

Naturschutz gewinnt an Bedeutung

Die erste urkundliche Erwähnung Hernes geht auf das 9. Jahrhundert zurück. Bis ins Industriezeitalter hinein war die Stadtfläche landschaftlich geprägt und seit Anfang der 2000er Jahre gelten die Bestrebungen der Rückeroberung dieser Bereiche. Viele Industrieflächen liegen seit langem brach und räumen der Flora und Fauna einen wichtigen Platz ein. Doch dieser Prozess steht unter strenger Beobachtung, da die Böden teilweise stark belastet sind. Daher müssen zunächst einmal große Erdmassen bewegt werden, um die Gefahren zu beseitigen. Ein Prestigeobjekt ist zum Beispiel die Renaturierung der Emscher, die diesen Prozess beschleunigt. Um dem Natur- und Umweltschutz Gehör zu verleihen, existieren mittlerweile 24 Landschaftsschutzgebiete und vier ausgewiesene Naturschutzgebiete. Über eine Länge von zehn Kilometern erstrecken sich Alleen, die für das Stadtklima einen besonderen Stellenwert einnehmen. Trotz steigenden Naturschutzes hat die Zahl illegaler Müllabladungen in den vergangenen Jahren zugelegt und ruft Ordnungsbehörden auf den Plan.

Mülldetektive ermitteln in Herne - eine App hilft bei der Täterermittlung

Doch nicht nur abgelegene Außenbereiche sind von der Müllverschmutzung betroffen, sondern auch innerstädtische Grünanlagen, Straßen, Gehwege und Wohnsiedlungen. Die Entsorgung der illegal abgestellten Abfälle kostet die Stadt Herne jährlich viel Geld und auch den Anwohnern stinkt diese Entwicklung gewaltig. Daher haben sich die Verantwortlichen nun darauf verständigt, Mülldetektive zur Ermittlung der Täter einzusetzen. Mit Erfolg, denn schon in den ersten Monaten konnten über 130 Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Der Clou bei der ganzen Angelegenheit ist die Beteiligung der Bevölkerung. Per Smartphone-App können verschmutzte Ecken gemeldet werden. Das erleichtert nicht nur die Arbeit der Entsorger, sondern auch die der Detektive, die konkreten Hinweisen nachgehen. Konsequent geht die Stadt Herne jetzt auch gegen überfüllte Containerstandorte vor und weist darauf hin, dass volle Altpapier- und Glascontainer kein Freifahrtschein sind, Abfälle daneben zu lagern. Wer dabei erwischt wird, muss mit Bußgeldern ab 80 Euro aufwärts rechnen.

Restmüllaufkommen soll sinken

Besonders hoch ist gegenwärtig noch das Hausmüllaufkommen, also das des Verbrennungsmülls. Jeder Stadtbewohner produziert den aktuellen Zahlen zufolge 307 Kilogramm im Jahr und somit 56 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Neben der Vermeidung von Abfällen will Herne eine deutlich bessere Recyclingquote erreichen, die von rund 40 Prozent auf über 70 Prozent steigen soll. Dies wird aber nur über eine strikte Mülltrennung gelingen und deshalb hat die Stadt jüngst die Bedingungen verschärft. So gelten auch bei Baumaßnahmen erhöhte Auflagen für die Entsorgung.

Bauabfälle fachgerecht entsorgen: Containerbestellung

Fenster, Türen, Dämmungen, Heizungsrohre, Möbel etc.: Bauabfälle sind vielfältig und müssen nach geltender Gesetzgebung voneinander getrennt werden. So auch an den Wertstoffhöfen, wo die Schlangen durch das Prozedere immer länger werden. Mit einer Containerbestellung kann man sich diese Mühen aber sparen und der regionale Partner kümmert sich um den weiteren Entsorgungsweg. Er stellt den gewünschten Container an der Wunschadresse auf und hilft bei Fragen rund um die Beseitigung von Abfällen gerne weiter. Den Kontakt gibt es hier.

Entsorgung in der Kreisfreien Stadt Herne

Stadtteile in der Kreisfreien Stadt Herne

Baukau-Ost, Herne-Mitte, Herne-Süd, Holsterhausen, Sodingen, Börnig, Gysenberg, Holthausen, Horsthausen, Baukau-West, Crange, Röhlinghausen, Wanne-Eickel, Wanne-Süd, Unser Fritz

Postleitzahlen in der Kreisfreien Stadt Herne

44623, 44625, 44627, 44628, 44629, 44649, 44651, 44652, 44653

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Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Herne verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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