Hohes Pro-Kopf-Aufkommen beim Müll: Gelsenkirchen steht vor großen Herausforderungen

Die kreisfreie Stadt Gelsenkirchen liegt zentral im Ruhrgebiet und ist Heimat für mehr als 260.000 Menschen. Im Ranking der Großstädte Nordrhein-Westfalens liegt die einstige "Stadt der 1000 Feuer" auf Platz elf. Den etwas unrühmlichen Beinahmen erhielt sie während des Industriezeitalters, da überschüssiges Koksofengas der Stahl- und Kohlebranche über den Weg der direkten Verbrennung entsorgt wurde. Etwas zögerlich reagierten die Stadtplaner auf den bereits in den 1960er Jahren einsetzenden Strukturwandel und damit ging wertvolle Zeit verloren. Zu lange hielt man am Abbau des "Schwarzen Goldes" fest, während in anderen Städten des Ruhrgebiets neue Wirtschaftszweige gefördert wurden. Die endgültige Stilllegung der letzten Zeche erfolgte 2008 und noch immer trauern viele Gelsenkirchener dem Kohlezeitalter nach. Die Auswirkungen sind bis heute zu spüren und lassen sich an der Arbeitslosenquote ablesen, die bei über 15 Prozent liegt. Ebenfalls hoch ist die Verschuldung der Stadt, so dass auf jeden Einwohner Schulden von rund 6.000 Euro kommen. Hohe Summen sind auch beim Müll zu verzeichnen, denn die Haushalte produzieren immer mehr. Doch die Stadt ist gewillt, den Entwicklungen entschieden entgegenzuwirken.

Starker Anstieg beim Haus- und Sperrmüll

Das Gesamtmüllaufkommen steigt in der ganzen Republik und ist somit ein bundesweites Problem. Betrachtet man die Zahlen differenziert, lässt sich aber feststellen, dass immer mehr Stoffe wiederverwertet werden. Dadurch gelangen weniger Abfälle in den Restmüll. In Gelsenkirchen zeigt der Trend jedoch in eine ganz andere Richtung, wenn auch der Sperrmüll mit hinzugenommen wird. Lagen die Mengen im Jahr 2004 noch bei 349 Kilogramm pro Kopf, sind es mittlerweile rund 365 Kilogramm. Jeder Stadtbewohner produziert also fast 20 Kilogramm mehr Haus- und Sperrmüll als noch Anfang der 2000er Jahre. Im nordrhein-westfälischen Landesvergleich liegt Gelsenkirchen auch beim gesamten Hausmüll ganz weit vorne. In der Pro-Kopf-Statistik kommen demnach 555 Kilogramm zusammen. Darüber liegen lediglich die Städte Bottrop und Mülheim an der Ruhr. Die Zahlen stehen im engen Zusammenhang mit der Armutsentwicklung im Stadtgebiet. Haushalte mit geringem Einkommen greifen wissenschaftlichen Erkenntnissen nach häufiger auf Fertigprodukte und Konserven zurück. Dadurch bedingt nehmen die Abfallmengen zu, was auch im Innenstadtbereich zu spüren ist.

Mehr Mülleimer im Stadtgebiet

In den letzten Jahren hat die Stadtverwaltung eine zunehmende Vermüllung im Bereich der Innenstadt festgestellt. Doch auch in den umliegenden Stadtteilen waren die öffentlichen Papierkörbe oftmals überfüllt. So etwa rund um die Multifunktionsarena in Schalke, wo zahlreiche Sport- und Kulturveranstaltungen stattfinden. Zu diesen Zeiten sind die Straßen und Wege stark frequentiert, so dass große Mengen Müll anfallen und liegenbleiben. Daher hat die Stadt nun reagiert und erhöht die Zahl ihrer Papierkörbe im öffentlichen Raum. In Kooperation mit den Straßenbahn- und Busbetrieben sollen die neuen Behältnisse mit Aufklebern versehen werden, die auf eine freundliche Art Menschen dazu animieren sollen, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen.

Schluss mit wilden Müllkippen: Stadt geht mit Detektiven gegen Müllsünder vor

Ein trauriges Bild ist die hohe Zahl an illegalen Müllkippen, die zumeist aus Hausrat und Baustoffen bestehen. Immer wieder hat Gelsenkirchen Versuche unternommen, diese Entsorgungsvariante in den Griff zu bekommen. Präventionsmaßnahmen und Angebote für zusätzliche Sperrmüllentsorgungen haben bislang nur wenig Erfolge gezeigt und nun haben die Verantwortlichen die Reißleine gezogen. Neben höheren Strafen gibt es nun auch mehr Personal, das sich auf die Aufklärung von Entsorgungsdelikten spezialisiert hat. Sogenannte Mülldetektive sind den Tätern auf der Spur und wer erwischt wird, muss mit empfindlichen Bußgeldern bis hin zu Strafverfahren rechnen.

Müll fachgerecht entsorgen: Container bestellen

Stehen Haushaltsauflösungen, Umgestaltungs- oder Sanierungsarbeiten an, lohnt sich die Bestellung eines Containers. Lästige Müllberge aus Hausrat, Bauschutt und Grünschnitt gehören damit der Vergangenheit an. Der regionale Partner stellt nach Absprache einen passenden Container an der Wunschadresse auf und ist gleich hier zu erreichen.

Entsorgungsgebiete in Gelsenkirchen

Altstadt, Neustadt, Schalke, Schalke-Nord, Feldmark, Heßler , Rotthausen, Ückendorf , Bulmke-Hüllen, Bismarck, Erle, Resse, Resser-Mark, Buer, Hassel , Scholven, Beckhausen, Horst

Postleitzahlen von Gelsenkirchen

45879, 45881, 45883, 45884, 45886, 45888, 45889, 45891, 45892, 45894, 45896, 45897, 45899

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Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Gelsenkirchen verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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