Rheinisch-Bergischer Kreis: Geschätzter Wohn- und Lebensraum

Wofür steht eigentlich das Kennzeichenkürzel GL? Bei dieser Frage würden viele Menschen wahrscheinlich auf das am Niederrhein gelegene Gladbach tippen. GL steht allerdings nicht für Mönchengladbach, sondern für das rund 60 km davon entfernte Bergisch Gladbach. Zugleich steht das Kürzel aber auch für den Rheinisch-Bergischen Kreis, in dem fast 300.000 Menschen ihre Heimat haben. Wie bereits aus dem Namen hervorgeht, ist das Gebiet eine wichtige Schnittstelle zwischen Rheinland und Bergischem Land. Trotz des ländlichen Charakters hat sich die Einwohnerzahl in den vergangenen 70 Jahren nahezu verdoppelt.

Schiefergebirge und faszinierende Naturschauspiele prägen den Rheinisch-Bergischen Kreis

Das Bergische Land ist bekannt für seine hügelige Landschaft mitsamt ihren unzähligen Wäldern, Wiesen und steilen Hängen. Allerdings geht die Namensgebung nicht etwa auf die geologischen Bedingungen zurück. Das Gebiet gehörte seit dem Mittelalter der Grafschaft von Berg an, aus deren Ableitung der Name entstammt. Von der Kölner Bucht her erstreckt sich in östliche Richtung ein aufsteigendes Schiefergebirge, das den Kreis rund 26 km durchquert. Der tiefste Punkt ist mit 51 Metern über NN im Talbereich des Flusses Wupper verortet. 300 Meter höher markiert der Kleine Heckberg nahe Federath die Spitze des Rheinisch-Bergischen Kreises. Für ein faszinierendes Naturschauspiel sorgt die mannigfaltige Wolkenbildung zwischen Tälern und Hügeln, durch die im gesamten Einzugsgebiet viel Regen fällt. Die Wassermengen werden der Gebirgsbildung nach in die tieferliegenden Flüsse abgeleitet und gelangen von dort aus in den Rhein. Für den Schiffsverkehr und den Rheinpegel ist dieser Zufluss von hoher Bedeutung.

Naturschutzgebiete locken Touristen an - viel Müll in den Wäldern

Inmitten der 437,32 Quadratkilometer großen Landschaft befinden sich 60 Naturschutzgebiete, die jährlich eine Vielzahl an Touristen begeistern. Die meisten von ihnen kommen aus den naheliegenden Metropolregionen des Rheinlandes und des Ruhrgebietes, die das weitläufige Gelände als Ressort der Naherholung schätzen. Ausgewiesene Wander- und Fahrradrouten befinden sich abseits der Dorfschaften und bieten für viele Sporttätigkeiten die passenden Flächen. Die Kehrseite der Medaille sind aber die zahlreichen Hinterlassenschaften der Besucher. So muss der Kreis Sorge dafür tragen, dass die betroffenen Bereiche regelmäßig von Müll befreit werden und zudem ausreichend Papierkörbe aufgestellt sind. In den bedeutendsten Naturschutzgebieten Wahner Heide, Riedbachaue und Grube Cox sind spezielle Besucherleitsysteme eingerichtet, damit sich die unangetastete Natur weiter entwickeln kann, ohne dass etwaiger Lärm und Verunreinigungen Einfluss nehmen.

Kreis setzt zunehmend auf ein nachhaltiges Entsorgungskonzept

In überregionaler Kooperation setzt sich der Rheinisch-Bergische gemeinsam mit dem Oberbergischen Kreis für ein nachhaltiges Entsorgungskonzept ein. Dank eines Bundestagsbeschlusses wird dieses durch das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz gefördert. Das Hauptziel lautet, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Dafür setzen sich die Kreise für eine umweltverträgliche Müllentsorgung ein, bei denen vor allem die Wiederaufbereitung im Mittelpunkt steht. Mit Infoveranstaltungen und Broschüren wirbt der Kreis dafür, bereits in den Haushalten auf eine korrekte Mülltrennung zu achten. Beim Biomüll sind die Tonnen sogar durch ein eigenes Label versehen, auf dem erkenntlich ist, was hier hineingehört und was nicht. So soll eine hundertprozentige Kompostierung des Biomülls gewährleistet werden. Im Rohstoffrückgewinnungszentrum in Bockenberg gibt es zudem Initiativen, die bereits aus kleinen Abfallmengen Wertstoffe herausfiltern, um die Gewinne hieraus einem guten Zweck zukommen zulassen.

Bürger sind zum Mitmachen aufgerufen

Zur erfolgreichen Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzeptes kommt es allen voran auf das Mitwirken der Bürger an. Deshalb gibt es in den acht Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises im Jahr mehrere Aktionen, um Städte, Dörfer und umliegende Flächen sauber zu halten. Die Resonanz hierbei ist zur Freude der Kreisverwaltung sehr groß, was einmal mehr verdeutlicht, wie sehr die Bewohner auf den Umwelt- und Naturschutz achten. Für alles was sich nicht über den normalen Hausmüll entsorgen oder zu den Recyclinghöfen hinbringen lässt, gibt es Container. Diese liefert der regionale Partner direkt bis vor die Haustür und holt Sperrmüll, Bauschutt, Grünschnitt usw. ab. Den Kontakt zum Entsorgungsdienstleister gibt es hier.

Entsorgungsgebiete  im Rheinisch-Bergischen-Kreis

Städte und Gemeinden im Rheinisch-Bergischen-Kreis

Leichlingen, Wermelskirchen, Burscheid, Bergisch Gladbach, Overath, Rösrath, Kürten, Odenthal

Postleitzahlen im Rheinisch-Bergischen-Kreis

42799, 42929, 51399, 51427, 51429, 51465, 51467, 51469, 51491, 51503, 51515, 51519

Alle Informationen zu Abfallcontainern für Rheinisch-Bergischer Kreis finden Sie hier:

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Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Rheinisch-Bergischer Kreis verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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