Entsorgung in Mettmann

Der Müllsack hat ausgedient: Kreis Mettmann rüstet auf Tonnensystem um

Im westlichen Teil Nordrhein-Westfalens liegt der Kreis Mettmann, der mit einer Fläche von 407,22 Quadratkilometern den größten Anteil im niederbergischen Land einnimmt. In den zehn angehörigen Städten und Gemeinden leben knapp 500.000 Menschen, die dafür sorgen, dass Mettmann der am dichtesten besiedelte Landkreis in ganz Deutschland ist. Angesichts dieser Zahlen ist schnell ersichtlich, wie hoch das Müllaufkommen im Einzugsgebiet sein muss, wenn man dieses mit anderen Regionen vergleicht. Die Gesamtmengen sind in den vergangenen Jahren teils sehr stark angestiegen und stellen die zuständigen Entsorgungsbetriebe vor immer neuere Herausforderungen. Politische Entscheidungen haben jüngst dafür gesorgt, dass die Mindestgrößen für Mülltonnen angepasst werden und der Müllsack als Option entfällt.

Pflicht zur Mülltonne gilt ab 2018

Zahlreiche Bürger müssen sich künftig umorientieren, denn beim Hausmüll gibt es einige Neuerungen. In manchen Städten des Landkreises gab es bis vor kurzem noch die Wahlfreiheit bei der Müllentsorgung. Wer keine Tonne wollte, konnte Müllsäcke ordern und diese an Abholtagen vor die Haustür stellen. Von dieser Regelung profitierten bislang sogenannte Müllvermeider, doch in Anbetracht des gestiegenen Müllaufkommens, dürften nun auch diese gewisse Mehrmengen an Abfällen haben. Die Stadt Wülfrath bietet ab 2018 ihren Bürgern zum Beispiel folgende Leistungen an, denen eine Pflicht-Leerung vorausgesetzt ist: Jeder Haushalt kann sich zwischen einem Fassungsvermögen für Mülltonnen von 40, 60, 80, 120 bis hin zu 240 Litern entscheiden und die Bestellung schriftlich bei der Stadt einreichen. Für Wohnsiedlungen und Eigentümer gibt es ebenso die Möglichkeit, Restmüllcontainer im Format 700 oder 1200 Liter zu bestellen, die wöchentlich geleert werden. Sparmöglichkeiten gibt es künftig noch für Single-Haushalte, in denen meistens weniger Müll anfällt. Anstatt der vierzehntägigen Leerung kann die Abholung auch im Vier-Wochen-Rhythmus erfolgen.

Restmüll sorgt für hohe Abfallmengen

Regelmäßig veröffentlicht der Kreis Mettmann seine Abfallzahlen und diese fallen auf den ersten Blick geringer aus als in anderen Regionen. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen. Tatsächlich gibt es starke Abweichungen, denn in die Statistik fließen lediglich Rest- und Bioabfälle. Die Entsorgung von Wertstoffen übernehmen private Entsorgungsdienstleister, so dass diese Werte nicht berücksichtigt werden. Rund 105.000 Tonnen Restmüll kommen auf das Jahr gesehen im Kreis Mettmann zusammen. Dabei weichen die Zahlen in den einzelnen Städten teils stark voneinander ab. Im Schnitt liegt das Pro-Kopf-Aufkommen bei etwa 210 Kilogramm, in Ratingen erreicht es Spitzenwerte von ca. 258 Kilogramm und in Wülfrath dagegen nur um die 180 Kilogramm. Wie genau die Zahlen letztendlich zusammenkommen und warum es so starke Abweichungen gibt, ist für den Laien aber nicht ersichtlich. Noch drastischer fällt die Statistik beim Biomüll aus. Die Mengen sind auch hier im Gesamten gestiegen, doch zwischen den Kommunen gibt es gravierende Unterschiede, die wahrscheinlich einem abweichenden Erfassungssystem geschuldet sind. Der Pro-Kopf-Anteil am Biomüll liegt in Ratingen und Haan bei stolzen 100 Kilogramm, Wülfrath kommt auf 25 Kilogramm und noch einmal deutlich darunter liegt Langenfeld mit kaum erwähnenswerten 1,8 Kilogramm. Hier wird der Kreis noch nachbessern müssen; dagegen stabil sind aber die Werte beim Papiermüll. Die Akzeptanz der blauen Tonne ist im Einzugsgebiet groß und mit der Bereitstellung profitiert Mettmann von einer zusätzlichen Einnahmequelle bei der Wiederverwertung. Der Anteil des Altpapiers liegt bei immerhin 20 Prozent des gesamten Müllaufkommens im Landkreis.

Container erweisen sich als praktische Entsorgungshelfer

Wie auch immer die Statistiken erfasst werden - eines ist klar: Alle anfallenden Abfälle sollten umweltfreundlich und fachgerecht entsorgt werden. So etwa auch bei Renovierungs-, Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten, bei denen meist größere Mengen Müll zusammenkommen. Diese Massen per Kofferraumladung abzutransportieren ist mühsam und so bietet es sich an, einen entsprechenden Container für Sperrmüll, Bauschutt oder Grünschnitt zu bestellen. Um solche Anliegen kümmert sich der regionale Partner, der gleich hier kontaktiert werden kann.

Entsorgungsgebiete im Kreis Mettmann

Ratingen, Erkrath, Hilden, Langenfeld, Monheim, Mettmann, Wülfrath, Velbert, Heiligenhaus, Haan

Postleitzahlen im Kreis Mettmann

40472, 40699, 40721, 40723, 40724, 40764, 40789, 40822, 40878, 40880, 40882, 40883, 40885, 42489, 42549, 42551, 42553, 42555, 42579, 42781

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Für Ihre Abfallentsorgung hält Ihr Containerdienst Mettmann verschiedene Container und Mulden bereit, je nach Menge der Abfallart und den konkreten Anforderungen bei Ihnen vor Ort. Falls Sie z.B. nur eine kleine Parkbucht zur Aufstellung des Containers zur Verfügung haben, bietet sich eher ein kleinerer Absetzcontainer oder eine Schuttmulde an. Bei größeren Baustellen ist eher ein Abrollcontainer sinnvoll. Fragen Sie bei gewerblichen Abfällen auch nach Umleerbehältern.

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